Hinweise zum neuen Coronavirus

Liebe Patientinnen und Patienten,

wir möchten Sie hinsichtlich der Infektionswelle über unsere Vorgehensweise mit der Situation informieren:


1.    Wenn Sie unsere Praxis besuchen, ist das weiter uneingeschränkt möglich. Wir schützen uns und Sie durch einen sorgfältigen Umgang mit Hygiene und der Prävention vor ansteckenden Erkrankungen. Unser Team ist ganz aktuell zwei mal von einem Hygienefachmann geschult worden. Wir sind optimal auf die Situation eingerichtet und mit modernen Hygieneeinrichtungen ausgestattet. Toiletten und alle anderen Gegenstände, die mit Menschen in Kontakt kommen, werden mehrmals täglich gereinigt und desinfiziert. Dies war auch vor der  Infektionswelle für uns alltäglich, wir haben den Standard nun noch mal erhöht und der Situation angepasst.


2.    Wir möchten Sie bitten, sich direkt nach Eintreten in unsere Praxisklinik die Hände zu desinfizieren. Dies erhöht für alle die Sicherheit. Bitte auch beim Verlassen der Praxisräume. Wir möchten auch in dieser Situation um Verständnis bitten, dass wir auf unser herzliches Händeschütteln bei der Begrüßung verzichten, bis die Wogen sich glätten.


3.    Wenn Sie statt eines persönlichen Besuches bei uns eine ärztliche telefonische oder online- Beratung wünschen, so bieten wir auch diese Möglichkeit.  Bitte sprechen Sie mit unserem Sekretariat.


4.    Sollten Sie an einer Erkältungskrankheit leiden, so werden Sie in einem isolierten Raum ärztlich untersucht. Bitte klären Sie dies vorher telefonisch mit dem Sekretariat ab.


5.    Wir haben sehr viele nützliche Informationen, wie man sich vor einer Ansteckung schützen kann und sein Immunsystem stärken kann. Bitte sprechen Sie unser Ärzteteam darauf an!


6.    Sollten Sie einen Termin für eine übliche Behandlung haben z.B. eine Infusion, so ist das uneingeschränkt möglich. Wir halten genügend Abstand zwischen den einzelnen Patient*innen und tragen selber Schutzkleidung, so dass keine Ansteckungsgefahr besteht. Sollten Sie zu einer Risikogruppe gehören, z.B. Immunschwäche/schwere Grunderkrankung o.ä., dann haben wir die Möglichkeit Sie in einem Einzelzimmer zu behandeln. Bitte sprechen Sie unser Team darauf an.


7.    Im Moment weiß man noch nicht verlässlich, wie gefährlich die aktuelle Infektionswelle wirklich ist und ob sie die Zahlen wie die normale Influenza erreichen wird, die in Deutschland jährlich in der Grippesaison bis zu 25000 Todesopfer fordert. Davon sind wir im Moment noch sehr weit entfernt- doch weltweit ist die Sorge groß und viele Wissenschaftler halten drastische Maßnahmen, wie wir sie gerade erleben, für unausweichlich. Es gibt allerdings auch ganz andere Meinungen aus seriösen Quellen, die davor warnen, aus Sorge Angst und aus Angst Panik entstehen zu lassen. Und dass damit ein Dominoeffekt entsteht, der durch das Lahmlegen vieler Systeme soziale Isolation und Unterversorgung kranker oder bedürftiger Menschen einen möglicherweise noch größeren Schaden anrichten kann. Doch da niemand so etwas genau vorhersagen kann, stehen Politiker weltweit unter Druck und haben sich für die Einschränkungen unserer Freiheit und für mehr Infektionsschutz entschieden. Es soll der Kollaps im Gesundheitssystem verhindert und die Risikogruppen geschützt werden. Was menschlich, grundsätzlich nachvollziehbar und richtig ist. Mit welchen Mitteln dies erreicht werden kann, darüber kann und sollte man diskutieren und weiter forschen. Wer am Ende Recht behält, wird sich in einigen Wochen zeigen (Stand 24.3.20). Darauf kommt es auch gar nicht an. Sondern so schnell und unbeschadet wieder aus dem Dilemma herauszukommen.      


8.    Aus unserer Sicht sollten bei allen chronischen Erkrankungen selbstverständlich die Ursache und nicht nur die Symptome analysiert und behandelt werden. Das gilt auch für akute und infektiöse Erkrankungen. Trifft ein Erreger auf einen gesunden Organismus, so sind die natürlichen Abwehrkräfte stärker als jeder noch so gefährlich erscheinende Keim. Dabei spielen der pH-Wert der Haut und Schleimhaut, die Besiedelung mit unserem Mikrobiom, die Zellen unseres Immunsystems in diesen Eintrittspforten sowie in Blut und Organen eine Rolle. Aber auch die Versorgung der Zellen mit Mikronährstoffen und die Belastung mit Umwelttoxinen verschiedenster Art, elektromagnetische Felder und psychische Belastungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Liegen einige oder viele dieser Faktoren vor, haben es Viren oder andere Erreger leichter, einzudringen und sich ungestört zu vermehren. Das war auch schon vor der Krise so.


9.    Wir unterschätzen die Infektion mit Grippeviren nicht, rufen aber zur Besonnenheit auf. Angst und Panik können ebenso krank machen wie Erreger und kosten uns Freude, Kraft und Zeit für die Gesundheit. Und die brauchen wir in dieser Situation besonders.

 

Ihr Dr. med. Ralf Heinrich