Amygdalin/B17

Im Rahmen einer biologischen Krebstherapie hat das sogenannte Vitamin B17 - auch bekannt als Amygdalin - bereits häufig Anwendung gefunden und wird aufgrund seiner Wirkweise als "natürliches Chemotherapeutikum" bezeichnet.

Die Bezeichnung "Vitamin B17" ist im Sinne der Definition falsch, da es kein für den menschlichen Stoffwechsel essenzieller Stoff ist. Die Bezeichnung "Laetrile" gilt für das halbsynthetische und gleichfalls cyanogene Laevo-Mandelsäurenitril-beta-glucuronisid und ist ebenfalls irreführend.

Die Substanz heißt korrekt Amygdalin. Sie zählt zu den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und kommt in der Natur in mehr als 1200 Pflanzen, vor allem aber in Aprikosenkernen und in Bittermandeln vor, in geringerer Menge auch in Apfelkernen. Amygdalin enthält eine inaktive Blausäureform. Sie zerfällt durch den Einfluss bestimmter Enzyme in Cyanid (Blausäure). Dieser Wirkstoff soll den gesunden Zellen nicht schaden, aber eine giftige Wirkung auf Krebszellen haben. Ein weiterer Effekt des Amygdalins liegt in seiner schmerzstillenden Wirkung.

Forscher der Uniklinik Frankfurt haben inzwischen auch andere mögliche Wirkmechanismen von Amygdalin entdeckt. Sie konnten in Laborexperimenten zeigen, dass Amygdalin bestimmte Eiweiße verändert, die im Zellwachstum regulierend eingebunden sind. Dadurch konnte das Wachstum isolierter Tumorzellen gehemmt werden (Makarevic J, Blaheta RA et al./ PLoS One. 2014, siehe auch www.muth-stiftung.de

Dr. Heinrich stellt das Amygdalin in hochreiner Form im Rahmen des §13 Abs. 2 des deutschen Arzneimittelgesetzes selbst her.

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