Therapeutische Apherese

Die therapeutische Apherese (TA) ist ein anerkanntes Therapieverfahren und wird in der Thera Praxisklinik als Teil eines integrativen Behandlungskonzeptes durchgeführt. Sie ist eine besonders innovative Form der Plasmareinigung und Immunmodulation vor allem bei chronischen Erkrankungen, deren Ursache häufig ungeklärt ist.Bei der therapeutischen Apherese (von griechisch apherein = trennen), umgangssprachlich auch als Blutwäsche oder Blutreinigungsverfahren bezeichnet, handelt es sich um eine Methode zur extrakorporalen, also außerhalb des Körpers stattfindenden Entfernung von pathogenen (krankmachenden) oder überzähligen Bestandteilen (Proteine, proteingebundene Substanzen und Zellen) aus dem Blut oder Blutplasma des Patienten.

Nach der Entfernung der pathogenen Substanzen wird das "gereinigte" Blut wieder zurückgeführt. Diese Pathogene können aus dem Bereich des Stoffwechsels (Cholesterin, Lipoproteine u.a.), aus Entzündungsprozessen (zirkulierende Immunkomplexe, Paraproteine, Infektionstoxine, Haptene etc.) oder aus verschiedensten Quellen von Umwelttoxinen (Schwermetalle, Lösungsmittel, Medikamente etc.) stammen und den gesamten Organismus stark belasten und zu den unterschiedlichsten Erkrankungen führen. Entfernt man diese Giftstoffe, können der Stoffwechsel, das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte wieder in ein natürliches Gleichgewicht zurückfinden.

Thera Mito Apherese ®

Wir haben die Methode weiterentwickelt und nutzen die Prinzipien der Mitomedizin, kombinieren sie mit verschiedenen technischen Modulen und dem Zusatz von regulierenden und ausleitenden Substanzen. Dadurch wird eine deutlich messbare Erhöhung der Effektivität der Ausscheidung von Toxinen errreicht, was wir in den Laboranalysen nachvollziehen können. 

Außerdem beobachten wir verstärkte mitochondriale Effekte und die etwa 3 stündige Therapiesitzung wird außergewöhnlich gut vertragen.

Zusätzliche Informationen

Bei der TA werden ausschließlich pathogene (krankmachende) Substanzen des Blutes herausgefiltert, alle wichtigen und gesunden Bestandteile wie Elektrolyte, Vitalstoffe oder Plasmaeiweiße bleiben vollständig erhalten.

Wie wir die therapeutische Apherese (TA) für Sie einsetzen:

In der Thera Praxisklinik werden Geräte eingesetzt, die seit mehr als 35 Jahren für Innovation, Zuverlässigkeit und Qualität in Universitätskliniken, Dialysezentren, Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten stehen.

Hierbei wird das hochmoderne Verfahren der Membranfiltrationsapherese eingesetzt. Durch das Prinzip dieser Fitration werden spezielle, „intelligente“ molekulare Siebe als Differenzialfilter eingesetzt, die individuell auf das molekulare Muster des Patienten zugeschnitten sind und so dazu führen, dass nur pathogen veränderte Proteine aussortiert werden.

Die Blutentnahme und die Blutrückführung erfolgt in der Regel über Armvenen mit speziellen Kanülen, meistens metallfreie Venenverweilkanülen. Die Behandlung und Überwachung erfolgt durch das speziell geschulte Team der Thera Praxisklinik, Dr. med. Heinrich und dessen Fachärzten.

Bei welchen Krankheiten wir die therapeutische Apherese (TA) für Sie einsetzen

Nach Stand der medizinischen Erkenntnisse, der evidenzbasierten Medizin (EBM), dem Deutschen Apheresestandard der Arbeitsgemeinschaft Klinische Nephrologie e.V. und anderer internationaler Apheresegesellschaften sind in Studien und Fallsammlungen viele wissenschaftliche Erkenntnisse erarbeitet worden, um Einsatzgebiete zu definieren. Es existieren gesicherte Daten zu folgenden Erkrankungen:

  • Altersbedingte Makuladegeneration – trockene Verlaufsform
  • Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
  • Chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP)
  • Colitis ulcerosa-Versagen der Chemotherapie und/oder drohende operative Darmentfernung
  • Diabetisches Fuß-Syndrom mit drohender Amputation der Gliedmaßen bei Versagen der konservativen und konventionellen chirurgischen Therapie
  • Dilatative Kardiomyopathie –positiver Nachweis auf Betarezeptor-Antikörper
  • Eaton-Lambert-Syndrom (tumorassoziierte Nervenstörung)
  • Encephalitis disseminata (multiple Sklerose) – Versagen der Interleukin-Alpha-Therapie bzw. Antikörperbildung gegen therapeutisches Interleukin mit progressivem Verlauf
  • Familiäre heterozygote Hypercholesterinämie mit Versagen / NW der konservativen Therapie und / oder vorzeitiger und progressiver Arteriosklerose / Herzinfarkt / Schlaganfall /Befall der Nierengefäße
  • Familiäre homozygote Hypercholesterinämie
  • Fokal-sklerosierende Glomerulonephritis der Eigennieren oder nach Nierentransplantation mit nephrotischem Syndrom und / oder schwerer Hypertriglyceridämie mit Versagen der Chemotherapie / Cholesterinsynthesehemmer-Therapie und rascher Zunahme der Niereninsuffizienz (Funktionsverlust der Nieren)
  • Glomerulonephritis (entzündliche Nierenerkrankungen), pathogenetisch geleitet – Versagen und / oder schwere Nebenwirkungen der Chemotherapie
  • Guillain-Barré-Syndrom – chronische Verlaufsform / akute Verlaufsform
  • Hämophilie (Bluterkrankheit) bei Nachweis von Antikörpern gegen Faktor-V
  • Hemmkörperhämophilie (Blutungsneigung) bei Faktor-V-Antikörpernachweis
  • HLA-Sensibilisierung bei Nierentransplantation
  • IgM-assoziierte Polyneuropathie (tumorassoziierte Nervenstörung)
  • Isolierte familiäre Lp(a)-Hyperlipoproteinämie mit vorzeitiger Arteriosklerose / Herzinfarkt / Schlaganfall / Befall der Nierengefäße / inoperabler arterieller Verschlusskrankheit der Beine
  • Kryoglobulinämische Vasculitis (autoimmunbedingte Gefäßentzündung durch Kälte-Eiweiße)
  • Lineare IgA-Dermatose
  • Lupus erythematodes bei Versagen / schweren Nebenwirkungen der Chemotherapie
  • Lupus erythematodes mit progressivem Nierenbefall (Glomerulonephritis)
  • Makuladegeneration (Erwachsenenverlaufsform) – trockene Verlaufsform
  • Morbus Behçet – Versagen und / oder schwere Nebenwirkungen der Chemotherapie
  • Morbus Raynaud – Versagen der konservativen Therapie
  • Morbus Refsum (Speicherkrankheit)
  • Multiple Sklerose (siehe auch Encephalitis disseminata)
  • Nekrobiotische Xanthogranulomatose (mit Paraprotein)
  • Nephrotisches Syndrom bei entzündlichen Nierenerkrankungen (Glomerulonephritis), pathogenetisch geleitet – Versagen und / oder schwere Nebenwirkungen der Chemotherapie
  • Pemphigus foliaceus – Versagen und / oder schwere Nebenwirkungen der Chemotherapie
  • Pemphigus vulgaris – Versagen und / oder schwere Nebenwirkungen der Chemotherapie
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit, pathogenetisch geleitet – Versagen der konservativen und konventionellen chirurgischen Therapieoptionen und drohender Gliedmaßenverlust
  • Polymyositis – Versagen und / oder schwere Nebenwirkungen der Chemotherapie
  • Retinopathia pigmentosa bei Morbus Refsum
  • Rheumatoide Arthritis – bei Versagen der Chemotherapie und extremer Progression
  • Sklerodermie, progressiv systemisch mit Nierenbefall (Glomerulonephritis)
  • Skleromyxödem Arndt-Gottron mit Nierenbefall und Nachweis von Paraprotein – Versagen und / oder schwere Nebenwirkungen der Chemotherapie
  • Stiff-Man-Syndrom
  • Thrombangiitis obliterans (Alternativ zur Amputation)
  • Transplantatvasculopathie nach Herztransplantation
  • Xanthogranulomatose (nekrobiotisch) mit Paraprotein
Weitere mögliche Einsatzgebiete

Weitere mögliche Einsatzgebiete sind als Heil-und Behandlungsversuche (im Sinne der Ultima Ratio) zu verstehen:

  • Alzheimer-Demenzsyndrom
  • Aerotoxisches Syndrom
  • Belastungen mit Schwermetallen, Lösemitteln und anderen Umweltgiften, die zu schweren Krankheitsbildern aus dem Bereich der Autoimmunkrankheiten und / oder Nervenkrankheiten und / oder Hautkrankheiten führen (z.B. aerotoxisches Syndrom, Fibromyalgie, blasenbildende Hautkrankheiten, toxische Nervenschäden, Nierenschäden, MCS, CFS, Ciguateravergiftung, Parkinson und Demenz-Syndrome)
  • Borreliose als Spätborreliose mit schweren Krankheitsverläufen, die konservativ nicht mehr beherrschbar sind (CFS / Guillain-Barré-Syndrom refraktär auf Immunglobulintherapie / schwere therapierefraktäre Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, Systemkollagenosen, Lupuskrankheiten, Cardiomyopathien auf der Basis nachgewiesener Autoantikörper gegen das Herz bei Borreliosekrankheit)
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS = chronic fatigue syndrome)
  • Chronische Hepatitis C
  • Fibromyalgie-Syndrom
  • Hypertonie (Bluthochdruck), arteriell, positiver Nachweis auf alpha-1- und / oder Angiotensin-1-Antikörper – keine oder nur schwere Behandelbarkeit mit herkömmlicher Pharmakotherapie
  • Hyperbilirubinämien bei schweren angeborenen Stoffwechselerkrankungen der Leber mit drohender Gehirnschädigung
  • Multiples Chemikalien Hypersensitivitätssyndrom (MCS)
  • Multiple Sklerose (nach der Studienlage der Kanadisch-Amerikanischen Apheresegesellschaft)