Zur Entwicklung der Therapie

Oft wird die Frischzellen-Therapie unter Bezeichnungen wie Frischzelltherapie, Zelltherapie, Therapie mit Organextrakten oder auch Stammzelltherapie angeboten. Die Therapie mit embryonalen Zellen wurde Mitte des 20. Jahrhunderts vom Schweizer Arzt Prof. Niehans sehr erfolgreich eingeführt. Weitere Ärzte wie Dr. Aschoff und Dr. Sanberg (Schweden, Thymusextrakt THX) entwickelten die Methoden weiter und hatten jeweils enorme Therapieerfolge. Wegen selten auftretender Nebenwirkungen und der damals zu wenig kontrollierbaren Herstellung sind diese Therapien in den 1970er Jahren wieder verschwunden. Die damaligen Anwender konnten aber erstaunliche Therapieerfolge verzeichnen.

Nebenwirkungen, Risiken und Kontraindikationen

In seltenen Fällen kann an der Einstichstelle eine lokale Hautreaktion auftreten, die nach kurzer Zeit abklingt. Diese Immunreaktion tritt generell bei weiteren Injektionen nicht mehr auf und wird daher als zum Heilungsprozess zugehörig gewertet. Sehr selten treten Schmerzen an der InjektionssteIle auf. Es kann zu einem Anstieg der Leukozyten kommen. Diese Reaktionen müssen fachmännisch beobachtet und sollten nicht antibiotisch behandelt werden. Die Spritze muss tief intramuskulär und mit einer ganz feinen Nadel gemacht werden. Allergische Reaktionen treten bei den FZGE wegen der spezifischen, membranfreien Produktion praktisch nie auf – sind aber theoretisch nicht auszuschließen.

Kontraindikationen sind:

  • Schwere Allergien (allgemein)
  • Schwere Hautallergien, wie Pemphigus- oder Lyell-Syndrom
  • Akute myeloische Leukämien
  • HIV (nur nach genauer Evaluation)
  • Schwangerschaft