Eigenbluttherapie

„Blut ist ein ganz besonderer Saft!“ (J. W. v. Goethe)

Im Blut sind – nicht nur nach der Auffassung der chinesischen Medizin – alle lebenswichtigen Informationen gespeichert, und Blut bewegt diese Informationen im gesamten Organismus und zwischen den Organen. Dabei wird zu jedem Zeitpunkt eine sehr große Informationsmenge aufgenommen und abgegeben. Blut ist Nährstofflieferant und Abfallbeseitiger in einem.

Bei der Eigenbluttherapie wird eine definierte Menge Blut, welches aus einer Vene entnommen wurde, in den Gesäßmuskel injiziert. Das Wirkprinzip dabei ist, dass das Blut aus der vorgesehenen Blutbahn in eine andere „unnatürliche“ Umgebung (Muskel) platziert wird und den eigenen Körper daraufhin veranlasst, auf diesen Reiz zu reagieren.

Das Blut wird zur Medizin

Schon taoistische Ärzte in China haben bereits vor 2000 Jahren eine Art Eigenbluttherapie durchgeführt. Dabei waren sie der Auffassung, dass das Blut nicht nur den Körper, sondern besonders auch den Geist nährt. Blut ist demnach die materielle Grundlage unseres Geistes.

Wie ist die Wirkung der Eigenbluttherapie zu erklären?

Blut hat neben dem Transport von Sauerstoff und Nährstoffen sowie dem Abtransport von „Abfallstoffen“ eine ganz zentrale Rolle in unserem Immunsystem. Fast alle Laboruntersuchungen werden mit Hilfe des Blutes durchgeführt, allerdings werden hier nur quantitative und nicht qualitative Ergebnisse erstellt. Das innere Milieu, Umwelteinflüsse, Toxine etc. werden damit gar nicht wahrgenommen.

Die Eigenbluttherapie gilt als sogenannte Reiz- oder Umstimmungstherapie. Das Immunsystem sieht das injizierte eigene Blut als „Eindringling“ an und reagiert darauf mit entsprechenden Abwehrmaßnahmen. Lokal ergibt sich eine kleine, meist unbemerkte Entzündungsreaktion. Die Eigenbluttherapie hat aber auch einen Einfluss auf den gesamten Organismus. Das Abwehrsystem wird verstärkt aktiviert.

Verschiedene Methoden

Eigenblutspritzen mit oder ohne homöopathische Mittel: Wir geben die Eigenbluttherapie in einer Kur gerne mit homöopathischen Mitteln. Diese werden je nach Krankheits- und Beschwerdebild individuell bestimmt und zugeführt.

Potenziertes Eigenblut: Diese Art der Behandlung nennt man auch Eigenblutnosoden. Aus einem Tropfen Blut wird nach den homöopathischen Regeln durch Verschütteln und Verdünnen ein flüssiges Arzneimittel hergestellt und dann eingenommen. Diese Methode, auch Eigenbluttherapie nach Imhäuser genannt, ist ideal geeignet gerade für Kinder, da die Kinder erstens i.d.R. noch viel besser auf eine Reiztherapie reagieren und zweitens die Injektion in den Gesäßmuskel entfällt.

Für wen ist die Eigenbluttherapie geeignet?

Wir setzen  die verschiedenen Formen der Eigenbluttherapie bei Personen mit folgenden Beschwerden und Krankheitsbildern ein:

  • Akute Infekte und Phasen nach einem Infekt
  • Erschöpfung und chronisches Müdigkeitssyndrom
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte u.a.m.
  • Alle Formen der Allergie und Heuschnupfen
  • Schmerzen und rheumatische Beschwerden
  • Chronische Gelenkerkrankungen wie Arthrose
  • Präventiv als Kur zur Vorbeugung von Krankheiten bzw. zur Immunstärkung