Bioidentische Hormontherapie

Unser Körper ist eine wahre Schatzkammer an Substanzen, die uns lebendig halten, tausende von lebenswichtigen Vorgängen regulieren, Notlagen und Zustände besonderen Bedarfs ausgleichen und uns ein gesundes, erfülltes Leben ermöglichen. Zu diesen Substanzen gehören Hormone. Oft werden wir nur auf sie aufmerksam, wenn z. B. die Schilddrüse auffällig wird, wir unter Stress oder Angst leiden, ständig müde sind oder monatliche Zyklen aus dem Gleichgewicht geraten.

In unserer Praxis arbeiten wir mit bioidentischen Hormonen. Was heisst das? Ein bioidentisches Hormon ist ein Stoff, der normalerweise vom Körper selbst gebildet wird. Er entspricht hundertprozentig dem körpereigenen Hormon. Oftmals als Inhaltsstoff in einer Pflanzevorhanden, wird es chemisch so bearbeitet, dass es in einer Rezeptur von z. B. einer Creme eingearbeitet werden kann und sich nach Anwendung perfekt in unser Hormonsystem einpasst. Bei genauer Indikationsstellung und sorgfältiger Dosierung ist es praktisch nebenwirkungsfrei.

Als Grundlage dieser Therapie verwenden wir, neben der Erhebung einer ausführlichen Krankengeschichte, einen Speichelhormontest. Warum nicht ein Bluttest, werden Sie fragen? Uns interessiert die Menge der frei verfügbaren Hormone. Im Blut messen wir überwiegend die Menge der gebundenen bzw. gerade benutzten Hormone. Hormone sind wie ein Schlüssel, der sich das passende Schloss sucht. Einmal angedockt, überbringen diese Botenstoffe ihre Informationen, damit die entsprechende Aufgabe von Zellen ausgeführt werden kann. Und daher möchten wir wissen, was für die entsprechenden Aufgaben vorhanden ist.

Mit einer bioidentischen Hormontherapie lassen sich viele aus dem Gleichgewicht geratene Zustände behutsam behandeln. Im weiblichen Körper (und auch im männlichen!) können so Unregelmässigkeiten ausgeglichen und wieder auf ein natürliches Niveau gebracht werden. Dabei ist es wichtig, dass die eigene Hormonproduktion nicht unterdrückt, sondern sorgfältig reguliert wird.

Neben den Geschlechtshormonen Estradiol, Estriol, Progesteron und Testosteron lassen sich auch Stressmarker wie Cortison und DHEA und das Schlafhormon Melatonin mit einem Speicheltest bestimmen.

Daraus ergeben sich vielfältige Indikationen:

  • Zyklus- und Blutungsstörungen

  • Kinderwunsch und Schwangerschaft

  • Endometriose, Myome, Zysten, PMS

  • Gewebe- und Blasenschwäche

  • Hormonelle Haut- und Haarprobleme

  • Wechseljahrsbeschwerden bei Männern und Frauen

  • Veränderungen des PSA-Wertes bei Männern

  • Hormonelle Migräne oder Krämpfe

  • Erschöpfungszustände und Burn out

  • Schilddrüsenstörungen

  • Schlafstörungen

  • Depressionen, Ängste

  • Gewichtsprobleme

  • Immunstörungen, Allergiebereitschaft, Asthma (auch bei Kindern)

Wenn Sie weitere Informationen wünschen und klären möchten, ob Ihre Beschwerden mit einer bioidentischen Hormonbehandlung verbessert werden können, sprechen Sie uns gerne an.